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Deutsche Gesellschaft
für Implantologie

Die Alternative: Implantate



Die Idee, die Zahnimplantaten zugrundeliegt, ist ziemlich einfach und alt: Sie versuchen, die Verhältnisse eines natürlichen Gebisses so gut wie möglich nachzuahmen. Implantate erhalten nicht nur wie Prothesen die Gebißfunktion, indem Kunstzähne auf den zahnlosen Kiefer aufgelegt werden, sondern sie ersetzen die Zähne einschließlich der Zahnwurzel. Das heißt, Implantate sitzen direkt im Kieferknochen, dort, wo normalerweise auch die Zahnwurzel dem Zahn den notwendigen Halt gibt. Am ehesten kann man sie daher als " Kunstwurzel" bezeichnen. Es sind keine "eingepflanzten Zähne", wie es vielfach noch in der Öffentlichkeit heißt. Sie ersetzen vielmehr die fehlenden Pfeiler, die eine Brücke im Gebiß verankern können, sind also die Basis für die neuen "Dritten". Dabei müssen u. a. zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt sein:

1

Das Material, aus dem Implantate gefertigt sind, muß biologisch inert sein. Das heißt, es muß vom Organismus akzeptiert werden. Es darf den Fremdkörper im Knochen nicht auflösen. Hierfür kommen Titan oder Keramik in Frage.

2

Es muß vom Kieferknochen gut eingebaut, also umwachsen werden können, damit es intensiv genug verankert ist, um den beim Kauen auf den Zähnen lastenden Kaudruck und die Hebelwirkung beim Abbeißen auszuhalten und in den Knochen zu übertragen.
Der Körper akzeptiert das Implantat, weil es sich nicht wie bei einer Organverpflanzung um körperfremdes Eiweiß handelt, sondern um biologisch neutrales Metall. Damit der Knochen das Implantat integriert, hat es eine bestimmte Form. Wenn es sich um Metall-(Titan) Implantate handelt, sind sie an der Oberfläche strukturiert und aufgerauht. Bei Keramikimplantaten ist das nur begrenzt oder gar nicht möglich. Sie haben aber andere Vorteile.

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Letzte Änderung: 08.07.2008
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